Das Unternehmen Zero Zero Robotics, ebenfalls bekannt durch die Produktreihe HOVERAir, hat den V-Copter Falcon Mini vorgestellt — eine kompakte Verbraucherdrohne mit ungewöhnlicher Konstruktion: Statt der üblichen vier Rotoren nutzt sie zwei kippbare Rotoren, die V-förmig angeordnet sind. Der Hersteller positioniert sie als weltweit ersten V-förmigen Bi-Copter mit einem Gewicht von unter 250 g.


Warum hat er nur zwei Rotoren?

Genau diese Konstruktion unterscheidet den Falcon Mini von den meisten kleinen Verbraucherdrohnen.

Die beiden Rotoren sind an einem V-förmigen Rahmen montiert und können dank eines Tilt-Rotor-Mechanismus die Schubrichtung verändern. Für die Steuerung der Rotorposition sind Servomotoren und Sensoren zuständig, während die Software die Position in Echtzeit anpasst. Zero Zero Robotics gibt eine Regelgenauigkeit von bis zu 0,01° an.

Diese Lösung ermöglicht es, die Drohne ohne vier separate Motoren zu steuern und macht die Konstruktion gleichzeitig deutlich ungewöhnlicher als bei einem klassischen Quadrocopter.


Drei Flugmodi

Der Falcon Mini verfügt über drei Modi:
Normal — ruhigeres Handling;
Sport — dynamischerer Flug;
Turbo — maximale Geschwindigkeit und Wendigkeit.

Laut unabhängigen Tests von TechRadar liegt die Höchstgeschwindigkeit im Turbo-Modus bei etwa 57,6 km/h (35,8 mph). Im Normal-Modus ist die Geschwindigkeit mit rund 14,3 km/h (8,9 mph) deutlich niedriger.

4K-Kamera

Trotz seiner ungewöhnlichen Konstruktion ist der Falcon Mini in erster Linie eine Kameradrohne für Freizeit und Reisen.

Ausgestattet ist er mit:
- einer 12-MP-Kamera;
- einem 1/2,3-Zoll-Sensor;
- Videoaufnahme bis zu 4K/30 fps;
- einem dreiachsigen mechanischen Gimbal;
- automatischen Aufnahmefunktionen.

Dabei handelt es sich nicht um eine professionelle Kamera. TechRadar merkt an, dass die Kamera über recht eingeschränkte manuelle Einstellungen verfügt, weshalb sich der Falcon Mini eher als Freizeitdrohne für ungewöhnliche Aufnahmen eignet als als Ersatz für ein professionelles Luftbildsystem.


Gewicht unter 250 Gramm

Eine wichtige Eigenschaft des Falcon Mini ist sein Gewicht von 249 g. Damit fällt das Modell in die Kategorie der kompakten Sub-250-Gramm-Drohnen.

Es ist jedoch wichtig, daraus nicht den Schluss zu ziehen, dass eine Registrierung oder die Einhaltung von Vorschriften automatisch in jedem Land entfällt. Die Anforderungen richten sich nach der jeweiligen nationalen Gesetzgebung.

Für Europa ist besonders die C0-Klassenkennzeichnung sowie die aktuellen Vorschriften der EASA bzw. der jeweiligen nationalen Luftfahrtbehörde relevant. Der Falcon Mini hatte eine nicht ganz einfache Geschichte in Bezug auf die europäische Zertifizierung: Die ersten Exemplare hatten ein Problem mit der fehlenden C0-Kennzeichnung, später erschienen korrigierte Versionen.

Eine ungewöhnliche Funktion — Flug auf dem Kopf

Eine der ungewöhnlichsten Funktionen des Falcon Mini ist der Reverse Flight.

Nach der Montage eines speziellen Kits und einer veränderten Rotorkonfiguration kann die Drohne kopfüber fliegen. Das ist eher eine unterhaltsame Spielerei als eine praktische Notwendigkeit, unterstreicht aber genau, dass der Falcon Mini mit dem Fokus auf ein ungewöhnliches Flugerlebnis entwickelt wurde.


Angegebene Flugzeit

Der Hersteller gibt bis zu 34 Minuten Flugzeit pro Akku an. Der unabhängige Test von TechRadar ergab bei den Testflügen jedoch nur rund 20 Minuten tatsächliche Flugzeit.

Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum es sich für einen Nachrichtenartikel lohnt, zwischen den Herstellerangaben und den Ergebnissen unabhängiger Tests zu unterscheiden.


Steuerung per Smartphone

Für den Falcon Mini gibt es eine eigene App namens V-Copter.

Darüber lassen sich:
- das Kamerabild in Echtzeit ansehen;
- Fotos und Videos aufnehmen;
- das Gimbal steuern;
- die Kameraeinstellungen ändern;
- Flugdaten einsehen;
- die Flugkarte anzeigen;
- aufgenommenes Material hochladen.

Das macht ihn zu einem echten Verbrauchergerät: Drohne, App und Kamera funktionieren als ein einheitliches System.

Was kostet er?

Während des Crowdfunding-Starts begann der frühe Preis für Unterstützer bei etwa 199 US-Dollar, das Fly-More-Combo-Set kostete rund 399 US-Dollar.

Später gab TechRadar einen regulären Preis von etwa 379 US-Dollar an, das Fly-More-Combo-Set kostete weiterhin 399 US-Dollar.

Deshalb sollte der Preis nicht als heutiger fester Verkaufspreis genannt werden, ohne den jeweiligen europäischen Shop zu prüfen.


Was unterscheidet den Falcon Mini von einer gewöhnlichen DJI Mini?

Der Hauptvorteil des Falcon Mini liegt nicht in der Kamera.

In puncto Bildqualität bewegen sich aktuelle DJI-Mini-Modelle auf einem sehr hohen Niveau, weshalb der Falcon Mini nicht als klarer Gewinner in Sachen Fotoqualität gesehen werden sollte.

Sein Reiz liegt woanders:
V-Copter Falcon Mini → zwei Rotoren + kippbarer Schub + V-förmige Konstruktion + ungewöhnliche Wendigkeit + Möglichkeit zum Flug kopfüber.

Genau deshalb lässt er sich als Alternative zu DJI für alle betrachten, denen das Flugerlebnis selbst und das ungewöhnliche Design wichtig sind — und nicht nur die maximale Fotoqualität.


Wann kam der V-Copter Falcon Mini auf den Markt?

Hier ist es für den Artikel wichtig, einige Daten nicht zu verwechseln.

3. März 2025 — Zero Zero Robotics stellte den V-Copter Falcon Mini öffentlich vor.

3. April 2025 — das Unternehmen veröffentlichte im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne weitere technische Daten und den Preis.

Die ersten Exemplare wurden im weiteren Verlauf des Jahres 2025 an die Unterstützer der Kampagne ausgeliefert; ein unabhängiger Test vom Juli 2025 beschrieb bereits, wie Käufer ihre ersten Geräte erhielten.

Quelle: V-Copter