Samsung hat die Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz in den Galaxy-S26-Smartphones erweitert und die Bildbearbeitung damit deutlich vereinfacht. Der aktualisierte Photo Assist erlaubt es, Bilder mithilfe einfacher Textbefehle zu verändern — der Nutzer muss Werkzeuge, Objekte oder Bearbeitungsparameter nicht mehr selbst auswählen.

Die Funktion ist besonders für Besitzer des Galaxy S26 Ultra interessant, da das Smartphone sie mit einem leistungsstarken Kamerasystem und weiteren Galaxy-AI-Funktionen kombiniert.


Bearbeitung mit einfachen Worten

Die wichtigste Neuerung von Photo Assist ist die Möglichkeit, in Worten zu beschreiben, was genau am Foto geändert werden soll.

Samsung zeigt beispielsweise ein Szenario mit einem Foto eines Kuchens. Wurde bereits ein Stück abgebissen, bevor das Foto aufgenommen wurde, kann der Nutzer die KI bitten, den fehlenden Teil wiederherzustellen. Das System analysiert das Bild und generiert das fehlende Element.

Auf ähnliche Weise lässt sich die Stimmung eines Fotos verändern. So kann man beispielsweise eine Tageslandschaft bitten, wie eine Nachtszene auszusehen.

Das unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Fotoeditor: Statt Werkzeuge nacheinander auszuwählen, beschreibt der Nutzer das gewünschte Ergebnis.

Objekte lassen sich entfernen oder verändern

Mit Photo Assist lässt sich auch mit einzelnen Objekten im Foto arbeiten.

Samsung gibt an, dass der Nutzer Objekte verschieben, in der Größe ändern oder entfernen kann, woraufhin die KI automatisch den Hintergrund und die umliegenden Details wiederherstellt.

So lässt sich beispielsweise ein zufälliger Passant oder ein anderes unerwünschtes Objekt aus dem Foto entfernen. Anschließend soll das Programm die entstandene Lücke selbstständig auffüllen.

Das Ergebnis ist dabei ein generiertes Bild und keine pixelgenaue Wiederherstellung des ursprünglichen Fotos.


Die KI kann auch hinzufügen, was auf dem Foto nicht vorhanden war

Eine weitere Funktion von Photo Assist ist das Hinzufügen neuer Elemente.

Samsung zeigt ein Szenario, in dem der Nutzer die gewünschte Änderung beschreibt, etwa das Hinzufügen eines Accessoires zu einem Foto eines Haustiers. Die KI erstellt daraufhin ein neues Element und versucht, es in die bestehende Szene einzufügen.

Damit wird Photo Assist nicht nur zu einem Werkzeug zur Fotokorrektur, sondern auch zu einem Mittel kreativer Bearbeitung.


Was geschieht mit dem Original?

Bei der Nutzung der generativen Bearbeitung speichert Samsung das Ergebnis als separate Version des Bildes. Das Unternehmen gibt außerdem an, dass das Ergebnis von Generative Edit eine Auflösung von bis zu 12 MP haben kann. KI-generierte Bilder erhalten eine entsprechende Galaxy-AI-Kennzeichnung.

Das ist ein wichtiges Detail für den Nutzer: Ein bearbeitetes Foto sollte nicht als vollständig originales Foto verstanden werden.


Photo Assist — nicht nur für das Galaxy S26 Ultra

Auch wenn das Galaxy S26 Ultra eines der wichtigsten Geräte ist, das die neuen Galaxy-AI-Funktionen zeigt, ist Photo Assist keine ausschließliche Funktion dieses Modells. Samsung bietet KI-Bearbeitungswerkzeuge auf mehreren Galaxy-Smartphones und -Tablets an, wobei der genaue Funktionsumfang vom jeweiligen Gerät und der Softwareversion abhängt.

Deshalb sollte vor der Veröffentlichung einer konkreten Liste kompatibler Modelle stets die aktuelle Information von Samsung geprüft werden.


Warum das für den normalen Nutzer interessant ist

Der Hauptvorteil von Photo Assist liegt nicht einfach darin, dass das Smartphone einen weiteren Fotoeditor erhalten hat.

Verändert hat sich der grundsätzliche Ansatz der Fotobearbeitung selbst.

Früher musste der Nutzer selbst:
- das gewünschte Objekt suchen;
- das passende Löschwerkzeug auswählen;
- seine Position ändern;
- die Größe anpassen;
- den Hintergrund wiederherstellen;
- das Ergebnis nachbearbeiten.

Nun lässt sich ein Teil dieser Schritte durch eine einfache Beschreibung des gewünschten Ergebnisses ersetzen.

Für Alltagsfotos ist das besonders praktisch. So lässt sich zum Beispiel eine zufällig ins Bild geratene Person entfernen, Kleidung verändern, ein kleines Objekt hinzufügen oder die Stimmung des Fotos anpassen.


Aber es gibt einen wichtigen Vorbehalt

KI-Bearbeitung bedeutet nicht, dass das entstandene Foto zwangsläufig die reale Szene widerspiegelt.

Wenn Photo Assist ein Objekt entfernt, einen Bildbereich wiederherstellt oder ein neues Element hinzufügt, generiert das System Inhalte, die im ursprünglichen Bild möglicherweise gar nicht existiert haben.

Diese Funktion sollte daher eher als Werkzeug für kreative Bearbeitung verstanden werden und nicht als Nachweis dafür, dass das Foto das tatsächliche Geschehen exakt wiedergibt.


Fazit

Samsung Photo Assist zeigt, wie KI schrittweise zu einem gewöhnlichen Werkzeug der Fotobearbeitung auf dem Smartphone wird.

Der Nutzer muss sich nicht mehr mit komplexen Bearbeitungswerkzeugen auskennen. Es genügt zu beschreiben, was genau geändert werden soll, und Galaxy AI versucht, diese Aufgabe automatisch umzusetzen.

Quelle: Samsung Newsroom