DeepSeek V4.1 Flash: Neue Architektur – Höhere Leistung als das Flaggschiff bei niedrigeren Kosten
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Am 10. September 2026 hat DeepSeek das Modell DeepSeek V4.1 Flash offiziell veröffentlicht. Es ist das kompakteste Modell der neuen Architektur-Generation und verfügt gleichzeitig über native multimodale Fähigkeiten zur Bildverarbeitung. In mehreren wichtigen Tests übertrifft es sogar die Flaggschiffmodelle, darunter V4 Pro.
Neue asymmetrische Architektur: geringe Kosten, hohe Intelligenz
V4.1 Flash setzt auf eine MoE-Architektur mit 552 Milliarden Parametern und eine grundlegend neue Causal-Encoder-Decoder-Struktur. Das wichtigste Merkmal ist die asymmetrische Verarbeitung von Eingabe und Ausgabe: Beim Einlesen der Eingabedaten werden nur 8 Milliarden Parameter aktiviert, bei der Generierung der Antwort sind es 16 Milliarden. Dadurch arbeitet das Modell deutlich kostengünstiger als Modelle vergleichbarer Größe.
Das Modell besteht aus 40 Transformer-Schichten: Die ersten 20 bilden den kausalen Encoder, die letzten 20 den Decoder. Der globale KV-Cache des Decoders wird direkt aus der letzten Encoder-Schicht projiziert, wodurch die Rechenlast während des Prefill-Schritts deutlich reduziert wird.
Cache auf ein Minimum reduziert, Kosten deutlich gesenkt
Die neue Generation erzielt einen deutlichen Effizienzsprung beim KV-Cache: Im Vergleich zum vorherigen V4 Flash ist der Bedarf an HBM um das 4-Fache und an SSD um das 8-Fache gesunken. Nach Angaben des Entwicklers hat sich das Volumen des KV-Caches gegenüber der allerersten Generation V1 sogar um das 437-Fache reduziert.
Das ist besonders für agentische Anwendungen wichtig, bei denen die Kosten für den Cache-Zugriff einen erheblichen Anteil ausmachen. Eine Komprimierung des Caches senkt damit direkt die Nutzungskosten.
Leistung übertrifft das Flaggschiff
In den Benchmarks übertrifft V4.1 Flash V4 Pro beim Leistungsniveau. Im Test Terminal-Bench 2.1 erreichte das neue Modell 90.6 Punkte gegenüber 87.9 bei V4 Pro und 82.7 beim vorherigen V4-Flash. Beim anspruchsvolleren Terminal-Bench 3.0 fällt der Abstand noch deutlicher aus: 30.0 gegenüber 11.8 und 7.6.
Bei DeepSWE v1.1 zur Softwareentwicklung erreichte das Modell 74.2 Punkte gegenüber 62.7 bei V4 Pro. Im Codeforces-Ranking kam es auf 3471 Punkte und übertraf damit V4 Pro mit 3348 Punkten. Im Bereich Cybersicherheit bei CyberGym liegt das Ergebnis bei 88.1 gegenüber 83.3.
Damit liegt V4.1 Flash bei der Arbeit mit Terminals, der Codegenerierung und der Cybersicherheit – wichtigen Einsatzbereichen für KI-Agenten – deutlich vor den Vorgängermodellen.
API und Preise
V4.1 Flash ist bereits über die DeepSeek-API verfügbar. Dafür muss lediglich der Modellname deepseek-flash angegeben werden. Auch die Preise wurden gesenkt: Zu Nebenzeiten kostet die Eingabe bei einem Cache-Treffer etwa 0,0026 Euro, bei einem Cache-Fehltreffer etwa 0,13 Euro und die Ausgabe etwa 0,51 Euro. Zu Spitzenzeiten ist der Preis doppelt so hoch, zu Nebenzeiten halbiert er sich.
Die bisherigen Modelle V4 Flash und V4 Flash Vision Exp wurden abgeschaltet. Aus Gründen der Kompatibilität werden Anfragen mit den alten Modellnamen jedoch vorübergehend an V4.1 Flash weitergeleitet.
Was ist mit V4 Pro
Nach den jüngsten Angaben hat DeepSeek auf Nutzeranfragen hin beschlossen, die API von V4 Pro auch nach dem 14. September weiter anzubieten. Die Preisstruktur bleibt unverändert. Ursprünglich war geplant, Anfragen an V4 Pro automatisch an V4.1 Flash weiterzuleiten.
Für Leser, die sich mit Bauwesen und 3D-Druck beschäftigen, ist insbesondere die native multimodale Fähigkeit von V4.1 Flash interessant: Das Modell kann Baupläne, Fotos von Geräten oder Bilder vom Fortschritt der Arbeiten direkt erkennen und eröffnet damit neue Möglichkeiten für die Verarbeitung technischer Dokumentation.
Quelle: deepseek.com