DJI hat sein Angebot an Agrardrohnen um die Agras T100 erweitert – eine große Drohne für die Feldbearbeitung, die Ausbringung von Düngemitteln und den Transport von Lasten. Das Modell richtet sich vor allem an landwirtschaftliche Betriebe und Unternehmen, die große Flächen in kurzer Zeit bearbeiten müssen.


Wann ist die DJI Agras T100 erschienen?

Die DJI Agras T100 wurde erstmals im November 2025 auf der Agritechnica in Hannover der Öffentlichkeit vorgestellt. Am 1. Juli 2026 kündigte DJI Agriculture die weltweite Markteinführung der Agras T100 sowie des Sprühsystems mit zwei Akkus an. Verfügbarkeit und Verkaufsstart hängen vom jeweiligen Land und den lokalen Händlern ab.

Demnach ist es zutreffender, das Jahr 2026 als das Jahr der weltweiten Einführung der neuen Konfiguration und der erweiterten Verfügbarkeit des Modells zu betrachten – und nicht als das Jahr seiner ursprünglichen Ankündigung.


Hauptmerkmale

Die Agras T100 zählt zu den schweren landwirtschaftlichen Multirotor-Drohnen. Ihre Konstruktion ermöglicht je nach Einsatzaufgabe verschiedene Ausrüstungsvarianten.

* Tragfähigkeit: bis zu 100 kg in der vom Hersteller vorgesehenen Konfiguration.
* Sprühtank: 100 Liter im Standardsystem.
* Flüssigkeitsdurchfluss: bis zu 30 l/min mit zwei Standard-Sprühdüsen oder bis zu 40 l/min mit vier zusätzlichen Düsen.
* Materialverteilsystem: Behälter mit 150 Litern Fassungsvermögen, maximale Ausbringleistung von bis zu 400 kg/min bei bestimmten Düngemittelarten.
* Lastenheben: bis zu 100 kg in der entsprechenden Konfiguration.
* Navigation und Hinderniserkennung: Kombination aus LiDAR, Kameras und Millimeterwellen-Radar.

Es ist zu beachten, dass sich die Maximalwerte auf unterschiedliche Betriebskonfigurationen beziehen und nicht gleichzeitig erreicht werden. Die tatsächliche Leistung hängt von der Zuladung, den Flugbedingungen, der Art der zu behandelnden Kultur und der Arbeitsorganisation auf der Fläche ab.


Wofür ist die neue Drohne gedacht?

Die Hauptaufgabe des Agras T100 ist die Mechanisierung landwirtschaftlicher Arbeiten. Das Gerät kann zum Versprühen flüssiger Mittel, zum Ausbringen von granulierten Düngemitteln und anderen Materialien sowie – bei Verwendung der entsprechenden Ausrüstung – zum Heben von Lasten eingesetzt werden.

Das große Fassungsvermögen des Sprühsystems ermöglicht es, bei der Bearbeitung großer Flächen seltener zum Nachfüllen zurückzukehren. Austauschbare Arbeitssysteme erweitern die Einsatzmöglichkeiten des Geräts: Der Betrieb kann eine einzige Plattform für verschiedene Arbeitsgänge nutzen, anstatt einzelne Maschinen anzuschaffen.

Besonderes Augenmerk hat DJI auf die Flugautomatisierung und die Hinderniserkennung gelegt. Zur Ausstattung gehören Sensoren, die der Erfassung der Umgebung und der präziseren Einhaltung von Flugrouten dienen. Dennoch entbindet das Vorhandensein solcher Systeme nicht von der Notwendigkeit, Sicherheitsvorschriften einzuhalten und die Flüge zu überwachen.


Was hat sich bei der Version mit zwei Akkus geändert?

Eines der Highlights der weltweiten Markteinführung im Jahr 2026 war das Sprühsystem mit zwei intelligenten Akkus. Laut DJI verlängert es die Schwebeflugzeit bei gleicher Nutzlast um 50 % im Vergleich zur entsprechenden Konfiguration mit nur einem Akku.

Für diese Version sind ein Tankvolumen von 90 Litern sowie eine Leistung von bis zu 40 l/min bei Verwendung von vier Sprühdüsen zur Nebelerzeugung angegeben. Diese Lösung ist für den Langzeiteinsatz auf großen Flächen und die Behandlung dichter Baumkronen ausgelegt.

Die Leistungswerte hängen von der Konfiguration und den Einsatzbedingungen ab. Daher ist es beim Vergleich mit anderen Agrardrohnen wichtig, nicht nur das Tankvolumen zu berücksichtigen, sondern auch die Ausbringmenge, die Fluggeschwindigkeit, die Arbeitsbreite, die Zeit für den Akkuwechsel sowie die tatsächliche Tagesleistung.


Ist der Agras T100 eine Überlegung wert?

Die DJI Agras T100 ist für große landwirtschaftliche Betriebe, Lohnunternehmen und Betriebe mit Intensivkulturen von Interesse. Zu ihren Stärken zählen eine hohe Nutzlast, verschiedene Optionen für die Arbeitsausrüstung sowie hochentwickelte Automatisierungssysteme.

Dabei handelt es sich um ein Gerät für den professionellen Einsatz und nicht um eine Allzweckdrohne für den privaten Gebrauch. Vor der Anschaffung sollten die lokalen Betriebsvorschriften, die Verfügbarkeit von Serviceleistungen, die Kosten für Akkus und Verbrauchsmaterialien sowie die Wirtschaftlichkeit der Bearbeitung spezifischer Kulturen geprüft werden.

Fazit: Die Agras T100 ist eine professionelle Plattform für die Mechanisierung landwirtschaftlicher Arbeitsabläufe. Ihre Besonderheit liegt nicht in einem einzelnen Spitzenwert, sondern in der Kombination aus hoher Nutzlast, verschiedenen Arbeitskonfigurationen und automatisierter Steuerung. Für Betriebe mit großem Arbeitsaufkommen können genau diese Faktoren bei der Wahl der Technik ausschlaggebend sein.

Quelle:DJI Agriculture – offizielle Pressemitteilung und technische Dokumentation des Herstellers.